Von Nordeuropas größter Burgruine über vier einzigartige Rundkirchen bis zum feinsten Sandstrand Dänemarks: Bornholm packt auf 588 Quadratkilometern eine erstaunliche Vielfalt. Hier findest du die Highlights, die du nicht verpassen solltest — mit ehrlichen Tipps, was sich wirklich lohnt.
Auf einem 74 Meter hohen Felsvorsprung im Norden der Insel thront die größte mittelalterliche Festungsanlage Nordeuropas. Über 800 Jahre Geschichte, mächtige Backsteinmauern und ein weiter Blick über die Ostsee machen Hammershus zur meistbesuchten Attraktion Bornholms.
Der Eintritt ist ganzjährig frei. Ein modernes Besucherzentrum mit Ausstellung und Café erklärt die Geschichte der Burg. Am eindrucksvollsten ist die Ruine zum Sonnenuntergang, wenn die Sonne über dem Meer versinkt.


Bornholm besitzt vier der acht dänischen Rundkirchen. Diese weiß getünchten Wehrkirchen wurden im 12. Jahrhundert mit über zwei Meter dicken Mauern gebaut — als Schutz der Inselbevölkerung gegen Piratenüberfälle. Ihr Glockenturm steht jeweils abseits auf dem Friedhof.
Østerlars ist die größte und älteste (ab etwa 1150), Nylars besticht durch mittelalterliche Wandmalereien, Ols Kirke ist die höchste und Ny Kirke die kleinste der vier. Alle sind bis heute in Gebrauch und frei zu besichtigen.
Bornholms Landschaft ist so vielseitig wie die Insel selbst — schroffe Granitküsten im Norden, dichte Wälder im Inneren und dramatische Felsformationen am Meer.
Die Helligdomsklipperne ragen bis zu 22 Meter aus dem Meer, durchzogen von Höhlen. Das Echotal Ekkodalen liegt in Almindingen, Dänemarks zweitgrößtem Wald, wo sogar frei laufende Wisente leben. An der Nordspitze bietet Hammeren karge Felslandschaft mit weiten Ausblicken.


Im Süden fällt feinster Sand flach ins klare Wasser, im Norden warten wilde Badebuchten zwischen Felsen.
Dueodde ist der berühmteste Strand: puderfeiner weißer Sand, oft als feinster Sand Europas bezeichnet, mit dem höchsten Leuchtturm der Insel. Balka gilt mit flachem, warmem Wasser als besonders kinderfreundlich, während Sandvig und Boderne im Norden wildromantische Alternativen sind.
Bunte Fachwerkhäuser, schmale Gassen und kleine Fischerhäfen — Bornholms Städtchen laden zum Flanieren, Einkehren und Entdecken ein.
Svaneke wurde 2013 zur schönsten Kleinstadt Dänemarks gekürt — ein Künstlerdorf mit Galerien und der Brauerei Svaneke Bryghus. Gudhjem staffelt rote Dächer zum Hafen und ist Ausgangspunkt für Bootstouren nach Christiansø. Rønne, die Inselhauptstadt und der Fährhafen, lohnt einen Bummel zu jeder Jahreszeit. So kommst du per Fähre an →


Der geräucherte Hering ist Bornholms kulinarisches Wahrzeichen. In den Räuchereien mit ihren weißen Schornsteinen — etwa in Gudhjem, Svaneke oder Allinge — probierst du „Sol over Gudhjem": geräucherten Hering mit Eigelb, Radieschen und Schnittlauch.
Dazu kommen Insel-Spezialitäten wie Lakritz von Lakrids by Bülow, Bier aus dem Svaneke Bryghus, Bonbons aus der Bolcherei und das Softeis, das an fast jedem Hafen lockt. Für Feinschmecker hält die Insel sogar Sterne-Gastronomie bereit. Mehr zur Inselküche & den Räuchereien →
Nordöstlich von Bornholm liegen die Ertholmene, im Volksmund „Erbseninseln". Ihre größte, Christiansø, ist die älteste Seefestung des Nordens — im 17. Jahrhundert zum Schutz gegen schwedische Angriffe angelegt und heute komplett unter Denkmalschutz.
Ab Gudhjem oder Allinge fahren Ausflugsboote hinüber. Die autofreie Insel mit ihren alten Festungsmauern und der friedvollen Atmosphäre ist ein besonderes Erlebnis. In der Hauptsaison rechtzeitig am Hafen sein — die Plätze sind begehrt.


Bornholm hat rund 235 Kilometer Radwege — asphaltierte Strecken, Waldpfade und MTB-Trails. Eine über 100 km lange Route führt fast ohne Steigung einmal um die Insel, die als eine der fahrradfreundlichsten Europas gilt.
Für Familien gibt es Erlebnisse vom Mittelalterzentrum über den Schmetterlingspark bis zu NaturBornholm. Und Bornholm ist berühmt für sein Kunsthandwerk — Keramik, Glas und historische Windmühlen wie in Årsdale, die bis heute in Betrieb ist.
Die Burgruine Hammershus, die vier mittelalterlichen Rundkirchen (besonders Østerlars), der Sandstrand Dueodde mit Leuchtturm, die Felsformationen Helligdomsklipperne, das Echotal Ekkodalen sowie die Küstenstädte Svaneke und Gudhjem mit ihren Räuchereien gehören zu den wichtigsten Höhepunkten.
Viele der schönsten Sehenswürdigkeiten sind kostenlos: Hammershus, die Rundkirchen, die Strände und die Radwege kosten keinen Eintritt. Museen, Bootsfahrten nach Christiansø und einzelne Erlebnisse kosten meist zwischen 50 und 120 Dänischen Kronen pro Person.
Es gibt vier mittelalterliche Rundkirchen: Østerlars (die größte und älteste, ab etwa 1150), Nylars, Olsker und Nyker. Sie wurden im 12. Jahrhundert als Wehrkirchen zum Schutz gegen Piratenüberfälle gebaut.
Bornholm ist klein und hat rund 235 Kilometer Radwege fast ohne Steigung — die Insel gilt als eine der fahrradfreundlichsten Europas. Viele Gäste erkunden sie mit dem Rad. Ein Auto bietet mehr Flexibilität, und ein Busnetz verbindet alle Orte. Mehr zur Anreise per Fähre und zu Unterkünften.
Ja. Christiansø ist die älteste Seefestung des Nordens und gehört zu den Erbseninseln nordöstlich von Bornholm. Ab Gudhjem oder Allinge fahren Ausflugsboote. In der Hauptsaison sollte man rechtzeitig am Hafen sein, da die Plätze begrenzt sind.
Plane deine Anreise, finde ein Bett am Meer und lass dir Zeit — die Insel belohnt alle, die bleiben.